Arbeit & Beruf

Führungskräfte beraten Arbeitssuchende

Hintergründe eines erfolgreichen Angebots für Arbeitssuchende

Die Arbeitsmarktlage entwickelt sich positiv. Arbeitssuchende haben gute Chancen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden – so heißt es. Aber nicht immer geht es so schnell, wie es erwartet wird – von einem selbst, von Freunden und Bekannten und gar vom Jobcenter oder der Arbeitsagentur.

Der eine oder die andere hat zudem keine geradlinige Erwerbsbiografie, sondern ist Schleifen gegangen. Manche Arbeitssuchende sind durch persönliche Umstände aus der (Erwerbs-)Bahn geworfen worden oder suchen aus Neigungsgründen einen Einstieg in einen ganz neuen Bereich. Nicht zu vergessen sind diejenigen, die Erfahrungen mitbringen, die beruflich wertvoll sein könnten, aber nicht den klassischen Berufsbeschreibungen entsprechen. Sie alle haben es schwerer am Arbeitsmarkt als andere, die einen klassischen Berufsweg verfolgen.

Schon diese Umstände können verunsichern. Und je länger die Arbeitssuche dauert, desto größer wird die Irritation: hat es etwas mit dem eigenen Profil oder mit der individuellen Bewerbungsstrategie zu tun? Oder ist der Arbeitsmarkt doch nicht so gut wie gesagt wird?

Nach einer längeren Krankheit, einer Auszeit oder Arbeitslosigkeit stellen sich zudem die Fragen: Welche Begründungen akzeptieren Arbeitgeber? Wie kann eine Neuorientierung gelingen?

Fachleute in Beratungs- und Rehaeinrichtungen, aus Arbeitsagenturen und Jobcentern können hilfreiche Tipps geben. Aber ein O-Ton von Praktikern und Praktikerinnen aus Betrieben ist ebenso wertvoll, ergänzt die Perspektiven und ist so etwas wie ein Realitätscheck.

Denn nicht nur die persönliche Situation verunsichert. Die Seite der Betriebe ist wie eine „Blackbox“ für Arbeitssuchende: Nach welchen Kriterien werden Bewerbungsunterlagen geprüft? Wie wohlwollend, kritisch oder ablehnend werden untypische Erwerbsverläufe bewertet? Wie ticken Personaler*innen?

Das Kennenlernen von Führungskräften in einem persönlichen und vertrauensvollen Rahmen, führt oft zu einem entspannteren Umgang mit Bewerbungsgesprächen. Wertschätzendes Feedback und die Erfahrung, dass Führungskräfte zum Teil ähnliche und zum Teil unterschiedliche Tipps geben, führen vor allem zu einer Erkenntnis: Entscheidend ist das Selbstbewusstsein, mit der die eigene Biografie und persönliche Ziele vertreten werden.

Die Führungskräfte nehmen gerne an der Veranstaltung teil und stellen ihre Erfahrungen zur Verfügung. Immer wieder versichern sie uns, dass auch sie von diesem Abend profitieren. Denn sie erfahren, welche Fragen die Arbeitssuchenden umtreiben und entwickeln einen anderen Blick für Biografien.

Was passiert in so einer Veranstaltung?
Mehrmals im Jahr finden in Hamburg und Schleswig-Holstein "Führungskräfte beraten Arbeitssuchende" statt. Arbeitssuchende und Führungskräfte kommen in einer strukturierten und moderierten Form miteinander ins Gespräch. Die Arbeitssuchenden können im Laufe des Abends im Gespräch mit bis zu drei Führungskräften ihre Situation beraten und durch zielgerichtete Fragen zahlreiche nützliche Tipps und Hinweise für ihre Arbeitssuche gewinnen. Damit der Gewinn für die Teilnehmenden möglichst groß ist, empfiehlt es sich, dass sie sich auf das Gespräch vorbereiten.

Wer ist beteiligt?
Angesprochen sind Arbeitssuchende, die eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt anstreben und aktiv im Bewerbungsprozess stehen bzw. ihn beginnen.

Es beteiligen sich Führungskräfte aus Hamburg und Schleswig-Holstein.

Wenn Sie an dem Projekt interessiert sind – ob als Teilnehmer*in, Führungskraft, Weiterbildungs- und Beschäftigungsträger, Agentur für Arbeit, Jobcenter o.ä., rufen Sie uns an:

Für Hamburg:
Heike Riemann, heike.riemann@kda.nordkirche.de
Fon 040 / 519000-942

Für Kirchenkreis Altholstein:
Inge Kirchmaier, inge.kirchmaier@altholstein.de
Fon 0431 / 55779-423

Für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern:
Monika Neht, monika.neht@kda.nordkirche.de
Fon 0431 / 55779-424

Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer.